Welche Lernspielzeuge sind für Kinder sinnvoll?

Oft ist es so, dass jedes Kind über Spielzeug im Überfluss verfügt, egal ob es sich um Holzspielzeug oder um Plastikspielzeug handelt. An Spielzeug mangelt es in den heutigen Kinderzimmern nicht.

Nur welches Spielzeug ist ein Must-Have und animiert auch tatsächlich zum Lernen?

Es ist wichtig, die Kinder schon früh mit Lernspielzeug zu konfrontieren, allerdings muss ihnen auch der Umgang spielerisch durch einen Erwachsenen gezeigt werden. Bei dem als Lernspielzeug deklarieren Spielzeug ist es sehr wichtig, dass man sich nach den Altersangaben des Herstellers richtet.

Es ist kontraproduktiv das Kind zu überfordern, weil man meint das Kind bräuchte die Herausforderung. Das Vorhaben kann ganz schnell ins Gegenteil umschlagen. Kinder merken schnell, dass es mit dem Spielzeug nichts anfangen kann und verlieren das Interesse. Es ist also sehr wichtig immer daran zu denken:

Fördern aber nicht überfordern.

Ist Lernspielzeug wirklich sinnvoll?

Schon meine Mutter sagte immer: “Erst wenn die Langeweile so richtig groß ist, dann kommen einem die besten Ideen”. Mit anderen Worten, Bespaßung ist gut, doch alleine erforschen ist noch viel besser. Viele Kinder werden in der heutigen Zeit viel zu viel vor dem Fernseher geparkt und Fähigkeiten wie Motorik, Fantasie und Kreativität kommen zu kurz und verkümmern mit der Zeit. Das Kind kann nichts mehr mit sich anfangen. Schon bereits im Kindergarten wird klar, dass es Kinder gibt, die sich besser beschäftigen können als andere. Wie kann man vom Babyalter an am Besten dagegen wirken?

Babys spielerisch ans Lernen heranführen

Die Motorik ist bei Babys der Schlüssel. Schon früh versuchen sie nach verschiedenen Dingen zu greifen oder sich hin zu bewegen. Optimal ist es, wenn die Rassel beim Erreichen dann auch noch Geräusche macht. So kann das Baby sich nach dem Lieblings Schmusetuch oder der Rassel strecken und drehen und wird durch Glöckchen oder Rasseln belohnt, sobald sie es erreicht haben. 

Ist erstmal das Kleinkind-Alter erreicht, sollte man die Feinmotorik schärfen. Dies wird durch Motorikschleifen in jeglicher Form unterstützt, oder auch Activity-Bälle sind da zu empfehlen. Die einzelnen Teile sind so miteinander verbunden, dass kleine Steinchen darin bewegt werden können, ohne dem Kind gefährlich werden zu können. Die kleinen Kinderhände können das Spielzeug gut bewegen und die Fingerfertigkeit wird weiter ausbauen. Auch wenn es Eltern schnell an den Rand des Wahnsinns treibt, werden akustische Geräusche von Kindern dankend angenommen.  

Sobald die Sprache eine Rolle spielt kann man auf Lerncomputer zurückgreifen. Sie können uns Eltern toll unterstützen, um das Gedächtnis und den immer umfangreicher werdenden Wortschatz zu bilden. Sollten Eltern allerdings vom Einsatz technischer Lernspielzeuge absehen sind die guten alten Memory Karten ein bewährtes System.

Nicht nur im Sommer sondern das ganze Jahr über ist es wichtig, dass das Kind an der frischen Luft ist. Auch hier kann man mit dem Einsatz von Outdoorspielzeug die Lernentwicklung unterstützen. Schaufeln, Eimer, Bagger und Muldenkipper lassen nicht nur das Kinderherz höher schlagen. Schnell werden Leidenschaften entdeckt und wieder geweckt. Das Kind bekommt spielerisch mit physikalischen Gesetzen in Kontakt. 

Für ganz kleines Geld kann man mit einer Becherlupe jedes Kind zum Naturforscher machen. Es ist spannend zu sehen, wie viele Beine eine Spinne wirklich hat.

Um die Grobmotorischen Fähigkeiten zu schärfen ist der Einsatz eines Dreirads oder später eines Laufrads sehr sinnvoll. Stangen zum Anschieben oder Gurte um das kurzzeitige Tragen zu erleichtern, sind ein Must-Have um das Vorwärtskommen zu gewähren.